Berlin - Rohbetonplatten an den Wänden, offene Metallkonstruktion und Neonröhren an der Decke – Balenciaga zitiert im Haus Cumberland die östliche Zwischennutzungsästhetik der Neunziger, die hier am Kudamm so exotisch wirkt wie ein russischer Panzer auf einer Porsche-Schau. Wir schreiben den Dezember des Jahres 2021 und der erste Berliner Balenciaga-Store der Geschichte hat gerade eröffnet. Dass dieser nicht wie eine gängige Luxusboutique mit Samtpolstern, Teppich und blank polierten Chrom-Regalen ausgestattet wurde, ist nur folgerichtig – denn das entspräche nicht der Richtung, die das in Paris ansässige Modehaus unter seinem Kreativdirektor Demna Gvasalia eingeschlagen hat. Dieser ist ja für eine eher rauere Gangart und die Fusion von Clubwear und Couture bekannt. Der Kontrast zwischen dem hundertjährigen Repräsentativbau am Kudamm und dem darin eingepflanzten Beton-Salon ist jedenfalls beeindruckend. Eine Besichtigung lohnt sich, auch ohne zwingende Kaufabsichten.

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