Berlin - Es sind brutale Szenen, die sich am Dienstagmorgen auf der Autobahnausfahrt A100 auf Höhe des ICC abspielen. Da sitzen sechs Klimaaktivisten in Warnwesten auf der Straße. Nur Zentimeter trennen ihre Köpfe von den Kühlergrills der hupenden Autos, dahinter staut sich Hunderte Meter der Verkehr. Es ist laut und unübersichtlich, Menschen brüllen. Die Stimmung ist angespannt, Berufsverkehr, die Menschen müssen zur Arbeit. Irgendwann wird es dem 40-jährigen Marcel Skowron zu bunt. Es ist bereits das dritte Mal, dass der Handwerker wegen des Protests der Klimaaktivisten im Stau steht. Das erste Mal auf der Schwarzen Brücke, dann in Lichtenberg und jetzt hier auf dem Messedamm. Diesmal steht er in der ersten Reihe. Der Tag habe schon echt „scheiße“ begonnen, wird der Bauunternehmer einen Tag später sagen. Ein Fäkalschaden in einem Badezimmer im Zentrum, ein Notfall, der keinen Aufschub duldet. „Es muss schnell gehen“, sagt er, „da braucht man eigentlich Blaulicht.“

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