Berlin - Frau Rützel, wer hat Sie vergangene Woche wütend gemacht?

Der Schauspieler Matt Damon und seine Hü-hott-beinahe-Entschuldigung. Er erzählte in einem Interview, er habe erst vor kurzem gelernt, dass man keine homophobe Beleidigungen verwenden soll. Speziell bei einem bestimmten englischen Schmähausdruck habe er sich nie etwas gedacht und ihn auch letztens wieder in einem Witz bei einer Dinnerparty gebraucht. Darauf sei seine Tochter in ihr Zimmer gegangen und habe einen länglichen Aufsatz dazu verfasst, warum dieses Wort gefährlich sei, und ihre Argumentation habe ihm durchaus eingeleuchtet. Nun finde ich es natürlich erst mal gut, wenn man einen Fehler einsieht und versucht, es in Zukunft besser zu machen. Dass aber jemand wie Matt Damon, dem man doch alleine durch seine Schauspielerei eine gewisse Weltläufigkeit unterstellen würde, für diese an sich doch nicht sehr komplizierte Erkenntnis seine Tochter braucht, finde ich schon recht bedenklich. In einem anderen Interview machte er es dann noch schlimmer und behauptete, er habe besagtes Wort noch nie benutzt. Solche unnötige Rumeierei macht mich wild.

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