Berlin - Ich werde oft nach der Zukunft gefragt, obwohl ich keine hellseherischen Fähigkeiten habe. Ich habe meistens Schwierigkeiten, die Gegenwart zu verstehen, und vieles, was ich erlebe, begreife ich erst im Rückblick. In meiner Kindheit war die Zukunft mal für kurze Zeit etwas Positives, auf das man sich freuen konnte; etwas, in dem Fortschritt passierte. Das ist aber vorbei. Inzwischen wird über die Zukunft als etwas geredet, vor dem man Angst haben sollte oder das ein schlimmes Ende nehmen könnte, wenn man nicht genug vorbereitet ist oder nicht jetzt die „Weichen für die Zukunft“ stellt.

Neulich wurde ich bei einer Veranstaltung gefragt, wann es endlich so weit sein werde, dass es keine Unterschiede mehr zwischen Ost und West gebe, bei den Lebensverhältnissen, der Chancengleichheit. Die Frage ist so eine Art Evergreen, so alt wie die Ost-West-Debatte selbst. Ja, wie lange dauert es noch?

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