Berlin - Aller guten Dinge sind drei. Ob der Bahnvorstand so dachte, als er die Verhandlungen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) vergangene Woche ohne überzeugendes Gegenangebot eskalieren ließ? Auch in der erneuten Verhandlungsrunde beharrten die Bosse der Bahn auf einer Gehaltsnullrunde für das laufende Jahr, gleichzeitig auf der Kürzung der Betriebsrenten der Lokführer und Lokführerinnen. Von mickrigen 150 Euro wollen sie den Bahnangestellten noch 50 Euro wegschnappen. Dabei zeigte erst im Herbst vergangenen Jahres ein Papier aus dem Bundesverkehrsministerium, wie der Bahnvorstand mit der eigenen Altersvorsorge verfährt: 20.000 Euro monatliche Zahlungen bekommen ehemalige Vorstandsmitglieder im Schnitt. Das kann die Bahnangestellten am unteren Ende der Gehaltsleiter schon mal ungehalten werden lassen. Jetzt ziehen die Lokführer und Lokführerinnen um den GDL-Boss Claus Weselsky also in den mittlerweile dritten Arbeitskampf, den längsten ihrer Geschichte. Für fünf Tage stehen die Züge seit Donnerstagnacht im Personenverkehr still, im Güterverkehr rollte schon einen Tag vorher nichts mehr.

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