Berlin - Schalmeienkapellen und Arbeiterlieder, brave Formationen von Arbeiterinnen und Arbeitern, die sich fahnenschwenkend unter freiem Himmel versammeln und den Worten ihrer Gewerkschaftsvorsitzenden lauschen, sahen uralt aus gegen die aggressive, vitale Energie, die am 1. Mai 1987 in Kreuzberg ausgebrochen war. Genauer gesagt in S0 36. Denn nur hier gab es diese Mischung aus Punks, Ex-Hausbesetzern, Arbeitslosen, Säufern, Sozialhilfebeziehern und Autonomen, die diesen riot zustande brachten. In Kreuzberg 61, rund um die Bergmannstraße, wohnten die Besserbetuchten, die das nie hinbekommen würden. Glaubten wir jedenfalls, die wir rund um den Oranienplatz wohnten.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.