Berlin - In der zweiten Woche des Krieges las ich die Nachricht einer Frau, die an die Berliner Zeitung geschrieben hatte, weil sie in ihrer Verzweiflung nichts anderes wusste, als die Medien zu alarmieren. Eine Berlinerin, deren Mutter in Mariupol lebt. Dort spiele sich eine humanitäre Katastrophe ab, schrieb sie. Sie habe mit ihrer Mutter am 1. März zum letzten Mal gesprochen, am 2. März eine letzte Textnachricht von ihr erhalten. Seitdem: nichts mehr, kein Kontakt. Das war sieben Tage her. Ich konnte der Frau nicht helfen, nicht einmal über die Lage in Mariupol berichten, weil man dazu mit Menschen sprechen müsste, die in Mariupol sind, das war nicht möglich.

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