Berlin - „Israel wird nie wieder sein wie zuvor.“ Diesen Satz sagte mir Shimon am Mittwochabend übers Telefon. Shimon lebt in einem Vorort von Tel Aviv, er ist der Schwiegervater eines meiner besten Freunde. Manchmal, wenn dieser Freund und ich telefonieren (inzwischen täglich), reicht er das Telefon herüber und dann reden Shimon und ich auf Hebräisch. Er mit seinem dick-französischen, ich mit deutschem Akzent. Er habe Angst, sagt er. Dieser Mann, der in seinem Leben schon zu viel erlebt hat, als dass man ihm Angst noch überhaupt zutrauen würde: Shimon wurde 1932 in Paris geboren, überlebte den Holocaust, verbrachte Monate in einem Displaced persons camp, bevor er mit 16 nach Israel emigrierte. 

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