Berlin - Wer sich dafür interessiert, wie Mode und Kunst einander befruchten, kommt an Yayoi Kusama nicht vorbei. Auf Louis-Vuitton-Taschen, ausgerechnet, Goldenen Kälbern der Gegenwart, ließ Marc Jacobs 2006 ihre ikonischen Punkte drucken. Der damalige Chefdesigner war auf die japanische Künstlerin zugegangen, bei der französischen Luxusmarke wurden die „Kusama-Bags“ fortan gut verkauft. Die revolutionären Ideale der Künstlerin gingen aber nicht gleich mit über die Pariser Ladentheke.

„Warum wie andere Leute aussehen? Bekämpft das Establishment!“, rief die Japanerin 1968 aus, dass ihre Arbeit rund 40 Jahre später auf den Taschen derer „da oben“ prangt, muss trotzdem nicht als Ausverkauf betrachtet werden. Schon früh hat Kusama nach Wegen gesucht, ihre Ideen außerhalb des Kunstapparats zu etablieren. Die Mode erschien ihr oft als passendes Medium dafür.

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