Berlin - Giuseppe Salomone dreht die Stereoanlage auf. Aus den Boxen dröhnen dunkle Technobeats. Kurz bevor in Pankow der Sturm losbricht, will der Italiener noch ein paar Momente für sich haben und sich bewegen. Augenblicke, die ihn an sein altes Leben als professioneller Balletttänzer erinnern. 

Vor zehn Minuten ist er noch mit dem E-Bike durch den Regenschauer gerast. Jetzt steht der 29-jährige Neapolitaner mit seiner grauen Jogginghose und dem zu großen Hoodie in einem ehemaligen Supermarkt in der Elsa-Brändström-Straße in Pankow-Süd und breitet die Arme aus. Immer schneller dreht er sich jetzt auf den Nike-Turnschuhen um die eigene Achse. Die Pirouetten, sein Lächeln, die Strecksprünge, alles gerinnt zu einer einzigen Bewegung. „Wenn ich ans Balletttanzen denke“, sagt er, „dann bricht es mir das Herz.“ Jetzt sei Gorillas seine neue Leidenschaft. Zumindest, bis die Ballettsäle wieder öffnen.

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