Berlin - Es ist Mittwochvormittag an der Strandpromenade von Tel Aviv, das Mittelmeer glitzert extrablau. Zwei Polizeiwagen parken in der prallen Sonne. Ein großer Beamter in Uniform bittet, nicht fotografiert zu werden. „Geh zum Strand, genieß das schöne Wetter“, sagt er, lacht. Tatsächlich liegen da Handtücher im Sand, Surfer paddeln in den Wellen. Man könnte ein Foto machen, aber was würde das bringen? Der junge Mann, Badehose und Lockenkopf, der allein auf dem Geländer an der Promenade sitzt und verloren in die Ferne blickt und sich mit der Hand eine Träne aus den Augen wischt – wer würde ihn sehen?

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