Berlin - Kaviar ist eines der schillerndsten und teuersten Luxusprodukte der Welt. Kenner lieben den mild-salzigen Geschmack von Beluga-, Ossietra- und Sevruga-Kaviar. Iwan der Schreckliche liebte ihn, später im 19. Jahrhundert brachten hanseatische Kaufleute das Produkt nach Europa und vermarkteten den Kaviar in aller Welt. Der Hamburger Markus Rüsch sieht sich in dieser Tradition. Der 56-Jährige ist einer der größten Kaviarhändler der Welt. Seit 2001 führt er das Altonaer Kaviar Import Haus AKI in dritter Generation. Seit 1925 exportiert seine Familie Kaviar in die ganze Welt, nach Japan, in die USA. Er verkauft an Sterneköche und einfache Leute. Denn Kaviar ist längst nicht mehr nur ein Luxusprodukt.

1982 reiste Rüsch als Teenager mit seinem Vater das erste Mal nach Astrachan, ins einstige Herz der legendären russischen Kaviarproduktion. In den Flüssen am Kaspischen Meer fing er mit russischen Fischern tonnenschwere Belugastöre mit Hunderten Kilo Kaviar im Bauch. Auf Tankschiffen bewunderte er die sowjetische Kaviarproduktion, die vor dem Zerfall der Sowjetunion wichtige Devisen ins Großreich spülte. Im Interview schwärmt er von der Faszination für den Kaviar und wie sich Handel und Konsum in den vergangenen Jahren verändert haben.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.