Berlin - Es gibt eine bezeichnende Szene in diesem Marvel-Blockbuster, der den Anfang eines neuen Kapitels im MCU markiert, dem Marvel Cinematic Universe, das vor 13 Jahren mit „Iron Man“ begann und sich schnell zu einer der wertvollsten Cashcows des Disney-Konzerns entwickelt hat. In dieser Szene gegen Ende des knapp dreistündigen Films hält eine unsterbliche Heldin, die zwar wie ein junges Mädchen aussieht, aber in Wirklichkeit viele Tausend Jahre alt ist, eine verzweifelte Rede auf genau dieses Paradoxon. Sie empfindet ihre Existenz als Martyrium, will raus aus diesem Kinderkörper und sich unter anderem auch mal verlieben, mit allem, was dazugehört. Die Frustration hat sie böse werden, sogar einer Verbündeten das Messer in den Rücken treiben lassen. Dann plötzlich, der kleine Spoiler sei verziehen, bringt ein Überraschungsgast die Verzweifelte mit einem dumpfen Schlag auf den Hinterkopf zum Schweigen. Die (freilich welt-)rettende Intervention kommentiert er ironisch: „Mann, war das bewegend.“

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