Berlin - Reden wir nicht über Nebensächlichkeiten wie politische Inhalte, sondern über die Verpackung, reden wir also über die Qual der Wahlplakate, Hauptsache, politisches Schauspiel. Es ist doch so: Seit Wochen hängen alle Parteien hier ihre vermeintlich klügsten Köpfe auf, stellen dort ihre knackigsten (oder eher beknacktesten) Botschaften auf, garniert mit Herzen, Sonnenblumen, Schmetterlingen in Deutschlandfahnenfarben. Doch eigentlich schaut man nur noch hin, wenn jemand mal wieder eine Botschaft verfremdet oder einen Kopf entstellt hat. Manchmal ist das lustig, meistens hat man keine Lust mehr, sich zu fragen, was Menschen dazu verleitet, Hitlerbärtchen oder Hakenkreuze zu malen. Wir erinnern uns: Wer Wahlplakate beschmiert, beschädigt oder gleich beseitigt, verstößt gegen Paragraf 303 des Strafgesetzbuches. Theoretisch drohen bis zu zwei Jahre Haft, in der Praxis sind es ein paar Hundert Euro, falls man sich erwischen lässt.

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