Saint-Rémy-de-Provence - In den 80er- und 90er-Jahren entstand Individualität in der Mode vor allem durch die Handschriften von Designern wie Thierry Mugler, Jean Paul Gaultier oder etwas später Helmut Lang. Abgesehen von Ausnahmen wie Chanel, Dior oder Gucci entwarf der- oder diejenige für eine Marke, dessen Name auch über dem Stammhaus stand. Das änderte sich mit der Entstehung der Großkonzerne wie Kering oder LVMH und ihrer Übernahme zahlreicher Marken. Designerinnen und Designer rotierten durch die Modehäuser, der Wechsel an der kreativen Spitze wurde zum Alltag.

Seit dem Millennium sind auch Rückgriffe, Retro-Designs und das Zitieren vorhergehender Epochen erlaubt und wurden zum Standard. Das einstige No-Go, jene Trends, die ein anderes Modehaus setzte, auch für die eigenen Kollektionen zu nutzen, wurde aufgeweicht. Eine der ersten aufsehenerregenden Kooperationen gab es 2004, damals entwarf Karl Lagerfeld, eigentlich Designer bei Fendi und Chanel, für den schwedischen Massenhersteller und Filialisten H&M.

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