Berlin - Der 12. Januar 2018 ist ein trister Tag. Als Martin D. seine Praxis an der Malteserstraße in Berlin-Marienfelde gegen 19.20 Uhr verlässt, ist das Grau der Dunkelheit gewichen. Der Arzt läuft durch den Glasgang zu einem Hinterausgang, er will zum Feierabend keinem Patienten mehr begegnen. Nach der Sprechstunde, wie häufig zum Ausklang der Arbeitswoche, hat er mit seiner Arzthelferin noch ein Glas Wein getrunken. Seine Mitarbeiterin wollte noch einmal kurz zur Toilette. Also geht der Mediziner schon mal vor. Er hat es etwas eilig, denn er ist um 19.30 Uhr zum Essen in einem nahe gelegenen Restaurant verabredet.

Zwischen 19.22 Uhr und 19.24 Uhr betritt er den beleuchteten Parkplatz, der im Innenhof des Gebäudekomplexes liegt. Die Zeit ist bekannt, weil der 67-jährige Internist versucht hat, mit dem Handy noch einmal seine Mitarbeiterin in der Praxis zu erreichen. Kurz darauf löst sich ein Mann, der am Rande des Hinterhofs auf Martin D. gelauert haben muss, aus dem Schatten. Er zieht einen Revolver. Drei Schüsse fallen. Der Arzt wird im Kopf und im Körper getroffen. Ein Projektil verfehlt sein Ziel. Es ist wie eine Hinrichtung. Der Mörder flieht unerkannt.

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