Berlin - Die fertigen Leinwände sind stumm. Umgedreht lehnen sie an den Wänden des Ateliers. Es wirkt, als wollte Atusa Jafari nicht, dass ihr die Porträtierten auf die Finger schauen, wenn sie sie Schicht für Schicht ‚lebendig malt‘. „Ich male nicht und dann ist das Bild einfach da. Es ist ein Kampf – ich schäle aus dem Motiv den Kern heraus“, sagt sie. Und beim Kämpfen will sie keine Beobachter.

Die Malerin empfängt mich in dicker Jacke. Hier im Erdgeschoss, in einem Hinterhof in Prenzlauer Berg, ist es eisig, zu jeder Jahreszeit. Andere mit Farbflecken versehene Winterjacken liegen für alle Fälle bereit. Hat Jafari einmal angefangen mit einem Bild, muss es in einem Rutsch fertig werden. „Ich bin sehr ungeduldig“, sagt sie und lacht. Sie weiß, dass man bei Ölmalerei ewig aufs Trocknen einer Farbschicht warten muss, bis es endlich weitergeht.

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