Mailand/Berlin - Max Kobosil wurde am 5. April 1991 im Berliner Stadtteil Neukölln geboren – gerade als der hedonistische Techno, die letzte große Jugendkultur, die wiedervereinte Mauermetropole zum Beben brachte. Doch während nachts die Grundlagen für den Ruf geschaffen wurden, den Berlin bis heute hat, kämpfte Kobosil an der erweiterten Hauptschule zunächst noch um seinen Schulabschluss. Auf ein T-Shirt seiner aktuellen Kollektion, die er gerade auf der Mailänder Modewoche präsentierte, hat er sein damaliges Schulzeugnis gedruckt. Die Noten: nicht so gut. Leider durchgefallen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt brauchte Kobosil niemanden mehr, der ihm ein Zertifikat ausstellte, ob er für irgendwas gut genug war. Auch wenn er den Abschluss später nachholte, war die Absolution der Obrigkeit nicht mehr wichtig. Er begann, seine Skills als Quereinsteiger zu perfektionieren. Dazu gehörte fleißig sein, Sympathiepunkte sammeln, Experten ins Boot holen. 

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