Berlin - Am Donnerstag, den 10. März, am 15. Tag des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, ist die Stimmung am Berliner Hauptbahnhof wie gemacht für den Titel dieser Kolumne: Es geht dort einfach sehr brutal und, leider, sehr berlinerisch zu. Beim Betreten der unteren Bahnhofshalle, die normalerweise zu den Rolltreppen hinunter zur U5 führt, wird man mit einem komischen Geruch konfrontiert, einer Mischung aus Schweiß und lauwarmer Linsensuppe. Die Halle ist überfüllt mit Flüchtlingen aus der Ukraine. Einige ruhen sich noch auf den gespendeten Luftmatratzen und Yogamatten aus, die in einem Teil der Halle ausgelegt sind. Andere stehen für Tee oder heiße Suppe an. Wieder andere laufen verzweifelt umher und fragen die BVG-Sicherheitskräfte, die am Rand der Halle stehen, wo sie eine SIM-Karte bekommen können. Nur wenige der Mitarbeiter können Russisch, die verzweifelte Suche geht weiter.

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