Berlin - Im vergangenen Jahr saßen knapp sechs Millionen Deutsche im Kino, als Bond, James Bond starb, diesmal aber wirklich. Dabei hatte „Keine Zeit zu sterben“, dieser trotzige Haltet-alle-durch-Pandemietitel, doch das Gegenteil versprochen. Dass Bond tot ist, sorry, das wissen spätestens jetzt also auch alle anderen, die nicht im Kino waren. Die vielleicht Angst hatten vor einer Ansteckung. Die in der Pandemie verlernt haben, das Haus zu verlassen. Die jetzt streamen, bis die Kupferkabel glühen. Oder die einfach nicht daran interessiert waren, auf der Leinwand zu sehen, wie Papa Bond sein Familienglück findet und dann gleich wieder verliert und am Ende mit einer Puppe in der Hand auf den Raketeneinschlag wartet. Jedenfalls war Bond der erfolgreichste Film im deutschen Kinokrisenjahr 2021, das kaum besser war als das Kinokrisenjahr 2020, als die Besucherzahlen um etwa zwei Drittel einbrachen. Ist mit Bond auch das Kino gestorben? Schon wieder? Vielleicht muss die Frage eher lauten: Wieviele Bonusleben hat es noch?

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