New York - Zu Beginn der Woche fehlten ihm noch sieben Siege bis zum ewigen Ruhm. Nummer eins: inzwischen abgehakt. Nummer zwei: abgehakt. Jetzt sind es nur noch fünf, mit denen er auf einen Sockel springen kann, die Welt des Tennis zu seinen Füßen. Gewinnt der Serbe Novak Djokovic am übernächsten Sonntag in New York die US Open, dann hat er mit 21 Grand-Slam-Titeln nicht nur einen mehr als Roger Federer und Rafael Nadal, sondern wird auch etwas besitzen, was die großen Rivalen nie hatten und nie haben werden. Den Grand Slam, das Meisterstück des Tennis, bestehend aus Turniersiegen in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York innerhalb eines Kalenderjahres.

Mehr als ein halbes Jahrhundert ist vergangen, seit zuletzt ein Tennisspieler auf diesen Sockel stieg. Mit einem Sieg im Finale der US Open gegen seinen Landsmann Tony Roche wiederholte der Australier Rod Laver 1969 als Profi jenen Coup, den er sieben Jahre zuvor schon als Amateur gelandet hatte. Aber seither kam kein Mann mehr in die Nähe des Nonplusultra. Neunmal gewannen Spieler drei der vier großen Titel eines Jahres, darunter Federer dreimal und Djokovic selbst zweimal. Aber dass kein Grand Slam daraus werden würde, war immer schon vor den US Open klar, weil sich die Kandidaten zuvor einen Fehlversuch geleistet hatten. Im Fall von Federer wie auch von Djokovic 2011 und 2015 waren das Niederlagen in Paris. Krönungsfeierlichkeiten in New York gab es zuletzt für Steffi Graf 1988, Serena Williams schien vor sechs Jahren auf einem glitzernden Weg zu wandeln, verlor dann aber zur grenzenlosen Überraschung im Halbfinale gegen Roberta Vinci aus Italien.

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