Berlin - Die Rosa-Luxemburg-Straße in Mitte an einem Dienstagmorgen, es ist zu kühl für diese Jahreszeit. Ein junger Mann schlendert an den geschlossenen Geschäften vorbei, der Einzelhandel erholt sich nur langsam von der Pandemie, aber in diesem Teil von Mitte öffnet auch sonst kein Geschäft vor Mittag.

Der junge Mann hat Airpods in den Ohren, er trägt eine Smartwatch und nickt leicht mit dem Kopf zum Takt der Musik, die nur er hört. Beim Gehen blickt er auf sein Handy. Es ist ein iPhone, so teuer und seit Jahren im Leben vieler Menschen ein so integraler Bestandteil, dass man Schnappatmung bekommt, wenn der erste Griff in die Jackentasche nicht auf kühles Metall und Guerillaglas trifft. Ob der junge Mann jemals einen Brief auf Papier geschrieben hat? Wohl eher nicht, denn er geht achtlos an einem Laden vorbei, der ein wenig aus der Zeig gefallen wirkt, zugleich wunderschön und unaufgeregt behaglich dazu einlädt, sich ein paar Stunden dem digitalen Leben zu entziehen, Digital Detox, wie es so schön heißt.

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