Berlin -  Alles muss schnell gehen, alles ist dringend. Ein kleines Gericht in Karlsruhe blockiert wieder einmal ganz Europa. So lautet der Tenor in der Presse zur Vorabentscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die den neuen Corona-Fonds der EU erst mal auf Eis legt. Das Verhältnis von Politik und Presse zum höchsten unabhängigen Verfassungsorgan der Justiz ist schon seit einiger Zeit alles andere als rosig.

Immer wenn es um die großen Rettungspakete, Hilfen und Budgetverschiebungen in der EU geht, wird beklagt, dass sich die Karlsruher Richter an der europäischen Einigung versündigen. Die Richter in den roten Roben werden dabei wahlweise als sture Rechthaber oder als scholastische Eremiten skizziert, die nichts von den Sachzwängen der großen weiten Welt oder dem Geiste des großen Europäers Robert Schumans, dem Wegbereiter der Montanunion, verstehen.

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