Berlin - „Stell sie dir doch einfach nackt vor.“ Diesen gutgemeinten Hinweis haben wir alle schon mal gehört. Egal, ob vor dem Bewerbungsgespräch oder bei einer wichtigen Ansprache – sich die Gegenüber unbekleidet vorzustellen, soll ja die Nerven beruhigen. Blöd nur, wenn daraus ein Zwang wird, dem man sich willentlich nicht mehr entziehen kann.

So geht es der Mittzwanzigerin Marnie (Charly Clive) in der neuen ZDF-Serie „Pure“. Die Schottin denkt ständig an Sex und nackte Menschen, sexualisiert Alltägliches in Gedanken. Bei der Hochzeitsfeier ihrer Eltern hört ihr eben noch die versammelte Gästeschar bei der Rede zu, dann versinken Onkel und Tanten, Freundinnen und Kellner in einer wilden Sexorgie. Hier ein Cunnilingus, da ein Dreier, dort Fellatio. Marnie sieht alles – und doch nichts, die Bilder entstehen nur in ihrem Kopf. Und Gäste (und Fernsehpublikum) sind peinlich-berührt von der vollkommen vermasselten Rede.

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