Berlin/Göteborg - Schweden ist für viele Menschen in Deutschland ein Sehnsuchtsort. In Skandinavien spricht man vom ‚Bullerbü-Syndrom‘, dieser verklärt-naiven Liebe der Deutschen zum Königreich. Vermutlich aber eher Ausdruck eines tiefen Bedürfnisses auf ein besseres Deutschland als echte Schwedenliebe. Doch jetzt brodelt es im Paradies, ganz gewaltig sogar. In einem Land, das gesellschaftlich wie politisch immer auf Konsens, einen Mittelweg aus ist, ja dafür sogar ein eigens Wort hat, lagom, ist plötzlich nichts mehr ausgewogen. In Stockholm finden sich weder links noch rechts noch in der Mitte Mehrheiten, mit acht Parlamentsparteien gibt es seit der Wahl 2018 keine stabilen Bündnisse. Die schwedische Mehrheitsgesellschaft, das „Prinzip lagom“, scheint am Ende.

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