Es war die reine Verzweiflung. Die Formel 1 in Melbourne von Corona überholt, im vergangenen Frühsommer, nur Stunden vor dem ersten Rennwochenende. Reisen und Rasen ausgeknockt, vermutlich fürs ganze Jahr. RTL, der Heimatsender der Autobahnfreunde in Deutschland, zeigte aus Jux eSports-Rennen. Zwar nicht solche auf dem höchsten Niveau, dafür aber mit Beteiligung echter Grand-Prix-Piloten. Denen war ja auch langweilig. Die Kommentatoren steigerten sich rein, als ob es um Titel gehen würde. Aber es blieb Klamauk, die Leitungen und damit die Autos ruckelten, und wer in den virtuellen Reifenstapeln landete, durfte trotzdem weiter mitfahren. Die Rennleitung sprach merkwürdigste Zeitstrafen aus, nach einer guten Stunde war der Spuk vorbei und vergessen. Lewis Hamilton, im Jahr 2021 Titelverteidiger, höhnte als Unbeteiligter: „Warum soll ich bei etwas mitmachen, dass ich als Zehnjähriger schon besser konnte.“

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