Berlin - „New beginnings“ - Neuanfang - heißt das Menü im Restaurant des Michelberger Hotels, das ich diese Woche aß. Ich kann nur sagen: Das Michelberger liegt auch diesmal wieder goldrichtig. Das Hotel ist ein Phänomen, wenn es darum geht, den Zeitgeist zu lesen. Geografisch hat es sich vor knapp zwölf Jahren genau da platziert, wo einem heute keiner mehr den Unterschied zwischen Tag und Nacht erklären kann. Denn im Bermudadreieck zwischen Warschauer Brücke und Oberbaumbrücke feiert man durch. Schon die Baustelle des Hotels war berühmt für ihre Partys. Touristen lieben das Michelberger, weil es in ihm weltstädtisch-modern, aber auch berlinmäßig-familiär zugeht. Und Berliner ebenso, die hier gerne mal in der eigenen Stadt nächtigen, weil sie sich trotz allen Komforts ein bisschen wie in den guten rauen Zeiten fühlen – als ein Kasten Bier in der Ecke signalisierte: Hier ist jetzt eine Bar. Als es vor allem um Spaß ging und nicht ums Geldverdienen.

Berliner Verlag
Die Wochenendausgabe

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Am 12./13. Juni 2021 im Blatt: 
Ein Interview mit Jörg und Maria Koch: Wie sie mit dem Magazin und Modelabel 032c die Berliner Coolness in die Welt tragen

Hurra oder Hilfe? Die Touristen stürmen zurück nach Berlin

Unser Autor Jan Karon will nicht mehr links und „woke“ sein. Warum das?

Die großen Food-Seiten: Einer der besten Lahmacun-Läden in Wedding und ein Backshop für Cool Kids in Kreuzberg. Und: Ein Porträt über das hippe Hotel Henri am Kudamm

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