Berlin - Berlinerinnen (und Berliner) haben wahrlich kein Überangebot an Abtreibungskliniken. Von 1100 registrierten gynäkologischen Praxen bieten offiziell knapp 140 Schwangerschaftsabbrüche an. Dennoch: Selbst mit diesen niedrig wirkenden Zahlen nimmt die Hauptstadt bei der medizinischen Grundversorgung für ungewollt Schwangere – und ihre Partner – einen Sonderstatus in Deutschland ein. Ungefähr jede siebte Praxis, die ihren Patientinnen Schwangerschaftsabbrüche anbietet, liegt in Berlin. Obwohl nur jede 20. Frau Berlinerin ist. Abtreibung ist in Deutschland noch immer eine Straftat, sie gehört – das machen die Zahlen deutlich – nicht zum Alltag bei Frauenärzten und Hausärztinnen. Dazu kommt, dass viele Ärztinnen und Ärzte sich weigern, Abbrüche in ihren Praxen durchzuführen. Der Staat gibt ihnen recht; die sogenannte „Gewissensklausel“ ermöglicht medizinischem Personal, nicht notwendige Abtreibungen aus Gewissensgründen nicht durchzuführen.

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