Berlin - Vieles ist grotesk in der Welt der Familie McClanahan in Danase, West Virginia. Da verliert ein kleines Mädchen durch einen Rasenmäher mehrere Zehen. Eine Cousine wird von einem Erdrutsch zu Tode gequetscht. Selbst dem ausgemergeltem Kater Aids, „immer fünf Minuten vorm Sterben“, wird von einem Hausschwein der Kopf abgebissen. Es ist eine Groteske, die ärmlichen Verhältnissen entspringt, in einer Gegend, die gezeichnet ist vom Verschwinden des Bergbaus, von Drogensucht und Gewalt, kurz: einer Gegend, wie es sie überall in den USA geben könnte.

Erzählt wird die Geschichte von Scott, der bei seiner Großmutter Ruby sowie seinen Onkeln Nathan und Stanley aufwächst, der die ganze Zeit „shiiiit“ vor sich hin murmelt, wenn etwas Schlimmes passiert, wie zum Beispiel die Einführung der Helmpflicht für Quadfahrer oder die der Homo-Ehe. Scott McClanahan, der Icherzähler und Autor des Buchs „Crap“, erzählt die Geschichte seiner Familie so, als blätterte er gerade durch ein Familienalbum. Da sind Grandma Ruby und ihre zwölf Geschwister, alles McClanahans. „Eine ur-ur-ur-alte Geschichte, die immer gleich beginnt: Und sie zeugten und sie zeugten und sie zeugten.“

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