Die Gemälde von Shannon Lewis sind sehr schön. Schön manikürte Hände halten schön hergerichtete Gegenstände in schön eingerichteten Umgebungen. Schlanke Hälse ragen aus weichen Stoffen und fügen sich elegant in die Umgebung ein. Sie alle sind in ein milchiges Licht getaucht, das ihnen den Eindruck verleiht, man befinde sich irgendwo zwischen Schlafen und Wachen. Dazu gehört auch, dass die Körper, die Lewis zeigt, nie vollständig sind. Hier ein Bein, da ein Arm. Seltener ein Kopf oder ein Gesicht. Es sind die fragmentierten Körper der Werbung, der untergehenden Welt der Modemagazine, die Lewis zuerst in Collagen zusammenfügt und dann auf die Leinwand bringt. Es sind aber auch die Teile der Identität, die, einmal auseinandergerupft, nie wieder zusammenfinden können.

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