Berlin - Noch sechzehn Tage bis Schulanfang. „Stell dich drauf ein, dass du im Herbst Homeschooling machst“, lautet der Satz, den ich am meisten häufigsten höre, wenn ich erzähle, dass mein Sohn in die erste Klasse kommt. Ich habe noch keine einzige Mutter, keinen Vater getroffen, der angesichts der steigenden Inzidenzen und der Delta-Variante ein normales Schuljahr erwartet. Die Eltern, mit denen ich rede, sind erschöpft von den vergangenen anderthalb Jahren, sie fühlen sich ohnmächtig, übergegangen, ignoriert. Hasst uns die Politik?, fragte mich eine Freundin. 

Vor zwei Tagen veröffentlichte das Robert-Koch-Institut ein Strategiepapier mit Blick auf den Herbst, das von steigenden Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen ausgeht. Zu Kitas und Schulen heißt es diffus, dass Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche vorbereitet und digitale Möglichkeiten ausgebaut werden sollen. „Hierauf sollten sich sowohl Schulen, Eltern, Arbeitgeber*innen und der Bereich der medizinischen Versorgung vorbereiten“, heißt es weiter. Was das genauer heißt, steht da nicht. 

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