Berlin - In der vergangenen Woche hat sich eine selbsternannte Achse des Guten formiert. Eine seltsame Koalition aus verhassten Fußballinvestoren und Fußballfunktionären und anderen von Fußballfans lieb gewonnenen Bösewichtern. Man kennt dieses Bündnisprinzip aus der Politik: Der Feind meines Feindes ist mein Freund.

Und so standen sie plötzlich Seite an Seite: der Gefälligkeitsexperte und Uefa-Chef Aleksander Ceferin, der Menschenrechtsexperte und Klubpräsident von Paris St. Germain Nasser Al-Khelaifi, der Dosenmarktexperte und Manager von RB Leipzig Oliver Mintzlaff, daneben die endlich mal mündigen Spieler und die – jetzt aber wirklich! – den Untergang des Fußballs prophezeienden Stadionromantiker und Fernsehcouchtraditionalisten. Alle vereint in der Ablehnung der Super League, einer von zwölf Klubs – the dirty dozen – in Hinterzimmern ersponnenen Gesellschaft für hemmungslose Geldgier und heuchlerische Sprache. Wenn sich so viel Gutes und Gutgemeintes gegenseitig zum Sieg gegen das Böse gratuliert, ist Vorsicht geboten.

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