Berlin - Berlin erlebt ein feierliches Wochenende. Wie jedes Jahr am 8. und 9. Mai machen sich Tausende Berlinerinnen und Berliner mit Blumen auf den Weg zu den Ehrenmalen, die für die sowjetischen Befreier in Treptow, Pankow und im Tiergarten errichtet wurden – um nur die größten zu nennen. Sie treibt ein tief empfundenes Gefühl der Dankbarkeit und der Demut, denn sie wissen: Das deutsche Volk hätte sich vermutlich nicht aus eigener Entschlossenheit vom Nationalsozialismus befreit.

Wer in diesen Tagen des Endes des Zweiten Weltkrieges gedenkt, weiß von den 27 Millionen sowjetischen Toten – zwölf Millionen Soldaten, 15 Millionen Zivilisten –, weiß von den Zehntausenden verheerten Städten und Dörfern, weiß aber auch um die Schrecken der Deutschen, als der Krieg wieder an seinen Ursprung zurückkehrte. Zum Glück sind die Debatten über die Frage abgeschlossen, ob der 8. Mai ein „Tag der Befreiung“ war oder nicht.

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