Berlin - Sanfte Gemüter sollten diesen Text vielleicht überspringen: Denn ohne eine Beschreibung der Gewalt, die die US-Sklaverei durchzieht wie frisch von der Plantage gepflückter Baumwollstoff einen Pullover, kommt er genauso wenig aus wie die Serie, von der er handelt. Anders als „Harriet“ (2019), im Vergleich zu „The Underground Railroad“ ein geradezu disneyeskes Wohlfühldrama, ist diese Serie des „Moonlight“-Machers Berry Jenkins eine düstere Charakterstudie über das wohl dunkelste Kapitel der amerikanischen Geschichte. Beide behandeln im engeren Sinn den Underground Railroad: ein historisch belegtes Schleusernetzwerk, das Sklaven Mitte des 19. Jahrhunderts aus für sie tödlichen Südstaaten in den sicheren Norden der USA verhalf.

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