Vater und Mutter laufen links und rechts neben mir, mein Bruder weiter hinten. Sein Hund, der Juri heißt und nervt, aber schlau ist, hält ihn zurück. Seine Frau telefoniert. Ein warmer Januartag, wir haben uns an 13 Grad und jahreszeitlich verirrte Knospen gewöhnt. Wir spazieren, kaufen Kaffee beim kurdischen Bäcker, der Vater isst ein Ochsenauge, die Mutter will Hafermilch in ihren Kaffee, der Bruder und ich essen Brötchen mit Ei und ich bezahle mit meiner Kryptowallet. Wegen der Inflation ist das besser. Wir spazieren die Karl-Marx-Allee entlang, die neoklassizistischen Träume Bauhaus-hassender Sozialisten sind mittlerweile Weltkulturerbe. Fühlt sich an wie früher. Sonst ist alles anders geworden am 15. Januar 2026. Ja, so stelle ich es mir vor.

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