Berlin - Fast eineinhalb Wochen nach einer der schlimmsten Mehrfach-Tötungen der letzten Jahre ist das Interesse an dem Vorfall im Pflegeheim Oberlinhaus in Potsdam stark zurückgegangen. Der Behinderten-Aktivist Raul Krauthausen schlägt deshalb eine Denksport-Aufgabe auf. „Wie wäre es“, sagt der 39-Jährige im Gespräch mit der Berliner Zeitung am Wochenende, „wenn die vier Opfer in Potsdam nicht-behinderte Menschen gewesen wären?“ Hätte die Öffentlichkeit sich mehr für diesen Vorfall interessiert? Wäre im Deutschlandfunk auch die Rede von „Todesfällen“, als handelte es sich um Unfälle?

Über die Toten in Potsdam weiß man zunächst wenig, außer dass sie behindert waren. Es handelte sich offenbar um zwei Frauen im Alter von 31 und 42 Jahren sowie zwei Männer im Alter von 35 und 56 Jahren. Zwei von ihnen lebten seit ihrer Kindheit in einem Heim. Eine fünfte Person konnte durch eine Notoperation gerettet werden. Die 43-Jährige befindet sich eine Woche nach der Tat auf dem Weg der Besserung.

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