1. Pufferjacken

Wandelnde Schlafsäcke, Steppdecken mit Beinen: Der Winter verzaubert Berlin in einen arktischen Campingplatz, dessen Bewohner kaum etwas stärker fürchten als den Tod durch Erfrieren – während sie coronagebeutelt zwischen Behausung, Späti und Apotheke mäandern. Und da wären wir schon beim Corpus Delicti: die Pufferjacke. Ja, sie ist schön warm und ja, sie ist inzwischen auch ein Klassiker, der wahrscheinlich nie, nie wieder aus der Mode kommen wird. Aber wenn gefühlt zwei Drittel der Deutschen als Michelin-Männchen verkleidet auf die Straße treten, dann stellt sich bei modisch Ambitionierten schnell ein Gefühl der Übersättigung sein. Zumal man die richtig kalten Tage im Winter neuerdings an zwei Händen abzählen kann. Könnte man dann nicht an lauen Tagen zum wohlsortierten Lagen-Look oder dem Wollmantel greifen? Nun, die zwei Puffer-Hauptausstatter Uniqlo und The North Face werden sicher alles dafür tun, um den Polsterwahn bei der Bevölkerung weiter zu schüren. Letztere Marke kollaboriert zu diesem Zwecke erneut mit Gucci. Die zweite Edition von „The North Face x Gucci“ flutet gerade die Shops – und sieht leider sehr gut aus. Da könnte man vielleicht doch noch einmal schwach werden … Sabine Röthig

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