Saint-Rémy-de-Provence - „Rot kann niemals langweilen, wie der Mann, den man liebt“, schrieb die Stil-Legende Diana Vreeland einst in ihrer Autobiografie. Was der Vreeland die Farbe war, sind bei mir die Tücher. Jedoch nicht die roten – sondern die mit bunten Motiven bedruckten Seidentücher in der Größe 90 mal 90 Zentimeter. Auf Französisch werden sie „Carré“ genannt, und die Klassiker sind natürlich die der 1837 gegründeten Marke Hermès. Früh traten sie in mein Leben. Als ich Anfang der 80er-Jahre meine Ausbildung zum Großhandelskaufmann begann, musste ich Krawatte tragen. Als bekennender Krawatten-Muffel hatte ich keine Lust auf die meist fantasielosen „Schlipse“, die noch mehr Tristesse in den sowieso schon grauen Büroalltag brachten. Auch die Variante „lustige Comic-Krawatte“ war mir ein Graus. Damals beschloss ich, so etwas sollte niemals in mein Leben treten.

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