Berlin - Das Mietshaus in der Pariser Straße 62 in Wilmersdorf steht auf der Denkmalliste des Bezirks. Fünf Stufen führen zu seiner herrschaftlichen Eingangspforte. Die Fassade ist mit Ornamenten verziert. Das Haus steht in einer gutbürgerlichen Gegend, der Kurfürstendamm ist nicht weit. Die Friseursalons heißen hier Hairdesigner oder Haircouture. Es ist eine ruhige Lage, nichts deutet darauf hin, dass in einer der großen Altbauwohnungen des Gründerzeithauses vor genau 30 Jahren ein Verbrechen geschah, das zu den spektakulärsten der Berliner Nachwendezeit gehört und bis heute nicht aufgeklärt ist. Hinter der Fassade der Pariser Straße 62 stirbt am 12. Juni 1991 Hanno Klein, Referatsleiter in der Senatsbauverwaltung. Eine Briefbombe tötete ihn. Klein galt damals als einer der einflussreichsten Baumanager Berlins, als Investorensucher für die nach der Wiedervereinigung neu zu vergebenen Filetstücke im Ostteil der Berliner City. Sein Tod ist bis heute nicht aufgeklärt. Die Täter sind nicht gefunden.

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Am 12./13. Juni 2021 im Blatt: 
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Hurra oder Hilfe? Die Touristen stürmen zurück nach Berlin

Unser Autor Jan Karon will nicht mehr links und „woke“ sein. Warum das?

Die großen Food-Seiten: Einer der besten Lahmacun-Läden in Wedding und ein Backshop für Cool Kids in Kreuzberg. Und: Ein Porträt über das hippe Hotel Henri am Kudamm

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