Berlin - Willkommen zurück zum Covid-19-Update! Die Woche startete mit dem Ende der kostenlosen Schnelltests, so entschieden Bund und Länder bereits im August. Seit Montag ist kostenloses Testen nur noch für Menschen kostenlos, „die keine zumutbare Möglichkeit hatten, rechtzeitig einen ausreichenden Impfschutz zu erlangen“, wie es etwas holprig auf der Corona-Infoseite des (noch) Regierenden Bürgermeisters heißt. Konkret sind das Kinder unter zwölf Jahren, Schwangere im ersten Trimester und Personen, die sich aus anderen medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Zum erweiterten Kreis der Nutznießerinnen weiterhin kostenloser Tests gehören auch Bewohnerinnen von Frauenhäusern wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitag in einer Pressemitteilung schrieb. Berlin geht anders als im August beschlossen noch einen Schritt weiter und erstattet Menschen, die Transferleistungen wie Hartz IV vom Staat bekommen auch weiterhin die wöchentlichen Kontrollgänge.

Eine Übergangsfrist bis Ende dieses Jahres gilt für Schwangere im zweiten und dritten Trimester sowie Kinder zwischen zwölf und 17 Jahren; für beide Gruppen wurde erst kürzlich eine Impfempfehlung ausgesprochen. Auch sie sollen nun die Chance bekommen, sich vollständig impfen zu lassen, ehe sie fürs Testen in die eigene Tasche greifen müssen.

Apropos Impfen. In Berlin geht es nur zaghaft voran, laut Lagebericht sind bisher 65 Prozent der Hauptstädterinnen und Hauptstädter vollständig geimpft. Zwei der drei Ampel leuchten dazu gelb, diesmal ganz ohne FDP-Beteiligung. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 84, ein Plus von 4 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Auch die Belegung der Intensivstationen bewegt sich nicht mehr im grünen Bereich: Über 9 Prozent der Intensivbetten sind mit Covid-Kranken belegt. Im ersten Corona-Update vor über einem Monat lag die Auslastung noch bei 5 Prozent. Es gilt also: Maske auf und weiter aufpassen!

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