Berlin - Neulich habe ich mit meiner Mitbewohnerin über Aschenbrödel gesprochen und wieder etwas über Identitäten gelernt. In meinem Elternhaus in Magdeburg gibt es kein Weihnachten ohne den Märchenfilm. Als vor kurzem die Hauptdarstellern Libuše Šafránková starb, verkrümelte meine Mutter sich im Wohnzimmer, zog die Vorhänge zu und schaute den Film den ganzen Nachmittag in Dauerschleife. Unter Tränen. Als ich meiner Mitbewohnerin in unserer Küche davon erzählte, fragte sie: War das der Film mit dem verlorenen Schuh? Sie ist in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen, hat Aschenbrödel noch nie gesehen und weiß nichts von dem emanzipierten Aschenputtel, das alleine jagen geht und sich gegen Stiefmutter und Prinzen behauptet.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.