Berlin - Diese Woche fand in Berlin die Fashion Week statt. Doch kaum jemand interessierte sich für das Ereignis, obwohl es das erste Mal wieder echte Modeschauen und Events gab. Warum gibt diese Stadt, die für so große Kreative wie Hedi Slimane oder Virgil Abloh eine dauerhafte Inspirationsquelle ist, ein so provinzielles Bild als offizieller Austragungsort für Mode ab? Werden die Chancen, die in den subkulturellen Kontexten liegen, vergeigt und vertan? Wie kann das in einer Zeit sein, in der Mode ohne Megatrends auskommt und Nischen immer wichtiger werden? Subkultur nämlich kann die Stadt. Und erfolgreiche Beispiele sind Berliner Brands wie 032c oder Highsnobiety, um die sich inzwischen weltweit große Fanzirkel gebildet haben und die das internationale Mode-Image Berlins stark prägen – ohne dass die meisten Berliner davon Kenntnis haben. Auch zeigen diese Marken, dass Mode nicht zwangsläufig als Couture daherkommt, sondern interdisziplinärer Raum sein kann, in dem sich Kleidung und Kultur treffen. Die Branchen-Insider sparen nicht mit Kritik an der Berliner Modewoche, einige haben längst das Interesse verloren. Andere wiederum hätten da ein paar konstruktive Vorschläge. Wir haben sie gefragt: Warum braucht Berlin die Fashion Week?

Heiko Richard
Götz Offergeld ist Herausgeber der Zeitschriften Numéro Berlin, Intersection Deutschland und Fräulein Magazin. Als Stylist wirkt er an vielen Fotoproduktionen selbst mit und prägt die Publikationen mit einer avantgardistischen Ästhetik auf internationalem Niveau.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.