Berlin - Dieser Arbeitstitel hat mich sehr beunruhigt, als Thorsten Dönges mich einlud, diese Eröffnungsrede zu halten. Und er beunruhigt mich immer noch. Denn einerseits hatte ich bei dem Begriff „cruising“ gleich sehr konkrete Bilder vor Augen: Bilder von Cis-Männern, die sich in Parks oder Autobahnraststätten zum anonymen Sex treffen – Sphären, aus denen ich eigentlich ausgeschlossen bin.

Und zugleich beunruhigt mich, dass Cruisen als kulturelle Praxis – also als eine Erfahrung, als Übung, als Verfahren – so dehnbar ist wie auch konzentriert, gewissermaßen urmenschlich und materiell. Denn es geht um den Körper, seine Bewegung und seine Nähe zu anderen Körpern. Und seine Fremdheit. Darüber möchte ich heute sprechen. Entlang von hauptsächlich drei Beispielen, aus dem Leben und der Literatur.

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