Berlin - Das Hochwasser kam für viele Menschen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz völlig überraschend. Binnen weniger Stunden verwandelten sich kleine Flüsse in reißende Ströme. Die traurige Bilanz: Mindestens 170 Tote und Hunderte zum Teil schwer verletzte Menschen. Dazu ein Sachschaden, der nach ersten Schätzungen die Schäden des Oderhochwassers von 2002 übersteigen wird und bei vier bis fünf Milliarden Euro liegen könnte.

Die genau für einen solchen Katastrophenfall entwickelten Warn-Apps Nina und Katwarn konnten die Bevölkerung nicht vor dem Schlimmsten bewahren. Die britische Universitätsprofessorin Hannah Cloke, die an der Entwicklung des europäischen Hochwasser-Warnsystems EFAS beteiligt war, sprach von einem „monumentalen Systemversagen“, denn das Hochwasserunglück sei vorhersehbar gewesen. Man habe es einfach versäumt, die Menschen rechtzeitig zu warnen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.