Es war lange vor der Annexion der Krim und der Besetzung von Lugansk und Donjezk durch russische Separatisten. Wir saßen in einer engen Wohnung in einem dieser riesigen, anonymen postsowjetischen Wohnblocks, tranken Wodka und aßen dazu Brot, Speck und eingelegtes Gemüse. Im Fernsehen lief eine Kabarettsendung, deren Darsteller sich in irrsinnig schnell gesprochenem Russisch über Politiker aus der Westukraine lustig machten, indem sie deren Ukrainisch nachäfften und ihnen Worte in den Mund legten, die in unserer Blockwohnung Lachsalven auslösten. Ich verstand kein Wort, die Dialoge waren viel zu schnell.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.