Raubkunst als Kulturgut

Berlin - Sie schien ein wenig Dampf aus der überhitzten Debatte um die Frage nach der Kunst der Kolonialzeit nehmen zu wollen, Barbara Plankensteiner, die als Leiterin der Benin Dialogue Group. Am Dienstag betonte sie, dass es sich bei den Benin-Bronzen mitnichten nur um „Raubgut“ handele, sondern auch um „globale Kunst.“ Es sei bedauerlich, gar schade, dass über die bedeutsamen Werke immer nur als Raubkunst gesprochen werde. „In den momentanen Debatten fragt kaum jemand: Was sind das überhaupt für Kunstwerke? Und was erzählen sie uns eigentlich? Das würde man mit europäischen Kunstgegenständen nicht tun, auch wenn sie Raubkunst sind“, sagte Plankensteiner, Direktorin des Hamburger Museums am Rothenbaum. Es sei eben nicht nur Raubkunst, die Werke seien ebenso Höhepunkte globaler Kunst, so Plankensteiner. Das ist bestimmt richtig, aber primär bleibt geraubte Kunst eben geraubte Kunst, ganz unabhängig vom künstlerischen Wert.

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