Beim Telefonat merke ich, wie nah meiner Mutter (Jahrgang 1937) die russische Invasion in der Ukraine geht. Sie hat als Kind selbst Krieg und seine Nachwirkungen erlebt. Und wir haben Bekannte in der Ukraine. Eine davon – Alonka – hat meiner Mutter gemailt. Sie ist beim Vormarsch der russischen Soldaten mit Mann und Kind in die West-Ukraine geflüchtet. Eine Unterkunft für alle drei stünde in der Wohngegend meiner Mutter bereit. Aber Alonka will noch bleiben. Sie will nicht ohne ihren Mann nach Deutschland kommen. Der aber muss in der Ukraine bleiben und sein Vaterland verteidigen. So wie alle Männer zwischen 18 und 60 Jahren. Das hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am 24. Februar angeordnet.

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