Berlin - Unvoreingenommenheit gibt es im Kulturjournalismus nicht, aber selten fiel es so schwer, einen Film aus angemessener Distanz zu betrachten, wie bei diesem neusten Werk von Wes Anderson, das nichts weniger ist als eine Liebeserklärung an den Printmagazin-Journalismus der alten Schule. Oder wie man sich diesen als Digital Native eben so vorstellt. Hier mieten sich Redakteurinnen zum Schreiben Zimmer auf Verlagskosten in einem Luxusressort am Strand, weil sich dort ein Gefühl von vor 20 Jahren einstellt, das dem Artikel guttut. Wenn ein Stück 3000 Wörter zu lang ist, wird im Blatt Platz gemacht. Der Verleger und Chefredakteur Arthur Howitzer Jr. (Bill Murray) holt seine Angestellten aus dem Knast, er lässt sie überall rauchen und nimmt Rücksicht auf ihre Launen – solange sie nicht in seinem Büro anfangen zu weinen, denn das ist strengstens verboten.

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