Berlin - Ungläubig blicken die Männer in die Nachrichtenkameras, die sie zu jeder beliebigen Zeit filmen. Die Frauen sitzen am Lagerfeuer und versuchen, sich und die Kinder zu wärmen. Sie tragen Leder- und Jeansjacken. Auf diese Situation waren sie nicht vorbereitet. Es regnet. Nachts sinken die Temperaturen an der polnisch-belarusischen Grenze auf zehn Grad. Seit zwei Wochen schon stecken die Afghaninnen und Afghanen unter freiem Himmel fest, mitten auf einem Feld, zwischen Belarus und Polen, umzingelt von Soldaten.

Schulter an Schulter stehen die polnischen Grenzbeamten vor den Migranten und versperren ihnen den Durchgang in die EU. Ein paar Meter weiter blockieren belarusische Soldaten den Rückweg. Die Gruppe, laut Hilfsorganisationen und Oppositionspolitikern 32 Personen, trinken Wasser aus einem Bach. Einige Medien berichten, die Belarusen versorgten sie mit Gebäck. „Sie haben seit Tagen nichts gegessen“, sagt hingegen Franek Sterczewski, Abgeordneter der polnischen Oppositionspartei Bürgerplattform, der vor Ort ist.

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