Berlin - Eine vertraute, körperlose Frauenstimme ertönt aus den Lautsprechern: „Im Inneren tastet das Auge immer tiefer, und seine Sehkraft wird durch seine äußere Blindheit erweitert und gestählt.“ Es ist eine Aufnahme aus den Siebziger Jahren der Künstlerin Adrian Piper, die immer schneller, immer atemloser über Gewalt gegen Frauen poetisiert. Das Boot legt ab, bewegt sich langsam in Richtung der Jannowitzbrücke. Je näher wir ihr kommen, je schneller und lauter Adrian Piper diesen Satz wiederholt, versteht jede und jeder, dass auch die Pole-Tänzerin, die sich über dem Brückengeländer langsam an einer Stange dreht, mit der Stimme zu tun hat. Dort oben, stellt sich heraus, breitete FRZNTE ihre Beine in der Luft auf.

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